Drittes Kapitel


   

RESFO

Anhang

In diesem Anhang werden einige Elemente erläutert, die für das Verständnis der RESFO nicht notwendig sind, dies jedoch einige persönliche Auffassungen oder wissenschaftliche Erkenntnisse näher erläutern.

Folgende Punkte werden nachfolgend angesprochen:

·         meine Auffassungen zum Unterschied zwischen Existenz und Leben, zu Altruismus, Egoismus und Egozentrismus;

·         einige Erläuterungen zu Genom und Epigenom;

·         zum Schluss einige persönliche Überlegungen, wie man die Programmierung des Universums leichter beachten kann.

 

1.- Existenz und Leben. 

Wörterbuchdefinitionen können diesen beiden Begriffen nicht ihre individuelle Bedeutung zuweisen, da sie oft einen der beiden Begriffe verwenden um den anderen zu definieren. Sie sind in der Tat deshalb schwer voneinander zu trennen, da sie miteinander in Verbindung gesehen werden müssen wie die beiden Bestandteile bzw. die beiden Facetten einer Dualität. 
 
Wenn diese Dualität räumlicher Natur ist, dann ist die Existenz die greifbare, sichtbare, materialisierte, aktive, physische Facette, wohingegen das Leben die passive, immaterielle, unbestimmte, nicht direkt wahrnehmbare, metaphysische Seite darstellt. 
 
Wenn diese Dualität zeitlicher Natur ist, dann verkörpert die Existenz den gegenwärtigen, wirklichen und bestimmten Augenblick, wohingegen das Leben etwas anderes darstellt, nämlich den zeitlosen Zustand, sowohl in der Vergangenheit als auch in der Zukunft, und man kann in ihn die gesamte persönliche Vorstellungswelt hineinprojizieren, was den Begriff Leben dann unendlich werden lässt. 
Man kann jedoch das Leben mit der internen, zellulären Existenz gleichsetzen, die außerhalb des gegenwärtigen Augenblicks programmiert worden ist, die passiv bleibt und jeder Notwendigkeit nach Anpassung Folge leistet. Dagegen entspricht die Existenz der externen Existenz, die sich durch sichtbare Vorgänge materialisiert und dabei Ereignissen ausgesetzt ist, die kraft ihrer Realität oft schmerzhafte gegenwärtige Augenblicke mit sich bringen. 
Die Existenz und das Leben sind die beiden Komponenten der Dualität des menschlichen Wesens, zwischen die sich ein drittes Element schiebt, das relationale Symbol für den Tod und die Geburt. Die so gestaltete Dreiteiligkeit zeigt sich, wenn man die Geburt und die Entwicklung eines menschlichen Wesens beobachtet. Sie zu entdecken ist ganz einfach und simpel, wie wir gleich sehen werden. Um aber die Wirklichkeit der Globalität einer Information entdecken zu können, muss man sich außerhalb dieser Information begeben. Wenn man ein Wesen beobachten will, das in derselben Welt existiert wie wir, dann ist es unmöglich, seine Wirklichkeit zu erfassen.
Daraus können wir gleichermaßen schließen, dass aufgrund der Tatsache, dass der Mensch sich innerhalb des Universums befindet, das ihn enthält, es ihm nicht möglich ist zu erkennen, was er im Hinblick auf das Universum verkörpert. Um dies zu erkennen, muss er sich außerhalb befinden. 
Deshalb ist es in der Astrophysik auch nicht möglich zu wissen, was vor dem Urknall war, da wir uns ja im Inneren des explosiven Phänomens befinden, das das Universum hervorgebracht hat. Ferner nehmen die Astrophysiker heute an, dass der Urknall nicht an einem genau bestimmbaren Punkt zu situieren ist, von dem er seinen Ausgang genommen haben könnte, sondern überall. Es handelt sich auch da wiederum um eine Sichtweise, die man von innerhalb des explosiven Phänomens haben kann. Die Modelle von Universen, die die RESFO uns zu beobachten ermöglicht, und der Sinn der Existenz - sowohl des Menschen als auch des Universums - ergeben für uns eine dazu gänzlich konträre Vorstellung, die von einem Urknall in einem bestimmten Punkt ausgeht. 
Wir haben das Glück, die Globalität eines Wesens erfassen zu können, das sich in einem Universum entwickelt, das wir überblicken können, da wir uns außerhalb des Phänomens befinden. Es handelt sich um den Uterus einer schwangeren Frau. Dafür genügt es, die Geburt und die Entwicklung dieses Wesens aufmerksam zu betrachten, um zu erkennen, woraus es besteht und welche Funktion und welchen Zweck jedes der Teile, die es ausmachen, hat. 
 

2.- Altruismus, Egoismus und Egozentrismus 

Um sich in die anderen Elemente des Universums zu integrieren, muss der Mensch akzeptieren „egozentrisch“ zu sein. 
Dies bedarf der Erläuterung, da man diesen Begriff für gewöhnlich mit Egoismus in Verbindung bringt. Um den Unterschied zwischen diesen beiden Begriffen zu definieren, möge ein Beispiel dienen, das die Beziehung zwischen zwei Elementen des Universums widerspiegelt, nämlich Mensch und Pflanze, in diesem Fall sei es ein Baum. 
Der Mensch atmet den zum Leben notwendigen Sauerstoff ein und scheidet das für ihn giftige Kohlendioxid aus. 
Der Baum seinerseits braucht Kohlendioxid, um sich am Leben zu erhalten und scheidet Sauerstoff aus. 
Dies ist für mich die typische Funktionsweise des Egozentrismus. Jedes Element gehorcht den Notwendigkeiten seiner inneren Struktur, seines Zentrums, und nimmt dabei das, was es braucht, auf und scheidet aus, was dafür giftig ist. 
 
Stellen wir uns nun einen altruistischen Baum vor. Für ihn ist Kohlendioxid ein lebensnotwendiger Bestandteil und er kann es zurückweisen, um es dem Menschen nicht vorzuenthalten. Ergebnis: der Mensch stirbt, da kein Sauerstoff mehr produziert wird, und der Baum stirbt auch, da er zurückweist, was für ihn lebensnotwendig ist. 
Wenn der Baum dagegen egoistisch ist, dann weigert er sich, Sauerstoff auszuscheiden. Ergebnis: der Baum und der Mensch sterben ebenfalls. 
Wenn er jedoch akzeptiert, das, was er braucht, durch sein Zentrum, durch seine Zellen durchgehen zu lassen, dann wird aufgrund der Zellfunktion jener Sauerstoff freigesetzt, den der Mensch braucht. Wenn der Mensch ebenso handelt, dann setzt er Kohlendioxid frei, das wiederum der Baum braucht. 
 
Deshalb ist für mich die egozentrische Funktionsweise von kapitaler Bedeutung für eine gute Beziehung zwischen den verschiedenen Bestandteilen des Universums und den verschiedenen Bestandteilen des Menschen selbst. Diese Regel würde Zellen daran hindern, sich inmitten anderer Zellen unkontrolliert zu vermehren und die Organe würden im Hinblick auf die Funktionsmöglichkeiten der anderen Organe funktionieren, ohne ein Ungleichgewicht herzustellen. 
Leider erlauben uns die Gesellschaft, die Erziehung, die Religion usw. nicht, diese Neutralität und diesen Egozentrismus zu leben. Man verlangt von uns von Kindheit an, der Beste zu sein, keine Fehler zu haben, eine von allen wegen ihrer Gutherzigkeit, Großzügigkeit und Menschlichkeit geliebte Persönlichkeit zu entwickeln, und anderen zu Diensten zu sein, indem man sich selbst aufopfert… Deshalb ist es auch so schwierig, ein Verhalten zu zeigen, das zunächst das spontane Funktionieren unserer eigenen Zellen beachtet, d.h. eines Ganzen, das v.a. aus einem Wesen besteht, das ein Element des Universums mit seinen schlechten und seinen guten Eigenschaften ist, um ihm zu helfen seinen Platz zu respektieren, den das Universum ihm gegeben hat. 
 

3.- Das Genom. 

Ein Mensch besteht, wie jedes andere Lebewesen auch, aus einem Gebilde von Zellen, die aus einer einzigen undifferenzierten ersten Zelle hervorgegangen sind und die wiederum bei der Verschmelzung einer Eizelle mit einem Spermium entstanden ist. Im Laufe seiner Entwicklung haben sich die Zellen immer weiter differenziert, d.h. spezialisiert, um eine bestimmte Funktion wahrzunehmen. 
 
Diese ganze komplexe Organisation ist von Anfang an schon in der ersten Zelle vorprogrammiert, um sich dann nach einem Gesamtplan, der in ihrem genetischen Material festgelegt ist, zu entwickeln. 
Die Gesamtheit des genetischen Materials eines Individuums oder einer Art heißt Genom. Dieses genetische Material lagert gut geschützt im Kern einer jeden Zelle und ist in einem langen Molekül codiert und identisch kopiert vorhanden, der sog. DNA, der Desoxyribo¬nukleinsäure.
Die DNA ist ein Makromolekül, das in allen lebenden Zellen vorhanden ist. Dieses Makromolekül hat sich entwickeln können, da es Photonen und ihre Funktionsmöglichkeiten gibt. Das Universum wird von vier Grundkräften bestimmt. Drei von ihnen, die starke und die starke Kernkraft sowie die Schwerkraft gewährleisten die Struktur und die Stabilität der verschiedenen Elemente, die das Universum ausmachen. Die vierte, die elektromagnetische Kraft, ermöglicht die Bildung von Atomen, indem sie die Elektronen an die Kerne bindet. Aber das ist nicht alles. Sie bindet auch die Atome untereinander, indem sie sie zwingt, ihre Elektronen zu teilen, um Moleküle zu bilden. Ferner veranlasst sie die Moleküle, lange Ketten zu bilden, deren am höchsten entwickelte Form die DNA ist, die dank des in ihr aufgeschriebenen Genoms das Leben möglich macht. Man kann sich vorstellen, dass zu dem Zeitpunkt, als das Universum sich in einem Urknall entstehen ließ, es nicht versäumt hat, einen Eintrag in die Programmierung vorzunehmen, um seinen Urzustand wiederzuerlangen. 
 
Das Teilchen, das an die elektromagnetischen Wellen gebunden ist, von den Radiowellen über die Gammastrahlung bis zum sichtbaren Licht, ist das Photon. Es überträgt die elektromagnetische Wechselwirkung und ist damit der Übertragungsvektor für die Informationen auf der Ebene der verschiedenen Bestandteile einer Zelle. Das Photon ist in unserer Welt im Augenblick des Urknalls in Erscheinung getreten und ist das einzige Element, das sowohl Welle als auch Teilchen ist. Es verfügt über das Wissen, das dem Urknall vorausgeht und damit über die Programmierung des Universums, das nach einer stetigen Expansion seinen früheren Zustand der Stabilität und Singularität wiederfinden wird. Indem das Photon dieses lange DNA-Molekül bildet, schreibt und überträgt es darauf das Genom und damit die Gesamtheit des genetischen Materials, das als funktionales Element allen Menschen und allem was existiert gemeinsam ist, wie das Wissenschaftler seit mehr als 50 Jahren zeigen konnten, indem sie in Meteoriten Nukleinbasen, also grundlegende Bestandteile der DNA, gefunden haben. 
Die DNA  enthält in codierter Form die Gesamtheit der Informationen, die für die Entwicklung und das Funktionieren eines Organismus notwendig sind. Dieser Code wird durch die Sequenz der vier Basen Adenin (A), Thymin (T), Guanin (G) und Cytosin (C) entlang des DNA-Moleküls festgelegt. Jede dieser Basen ist an ein und denselben Zucker, die Desoxyribose, gebunden, die wiederum eine Phosphatverbindung (Phosphorsäure) besitzt. Base, Zucker und Phosphatverbindung bilden zusammen ein sog. Nukleotid. Das gesamte menschliche Genom besteht aus ungefähr 3 Milliarden Nukleotiden, die ihrerseits nur etwa 30.000 Gene bilden.
 
Das Genom besteht also nicht nur aus Genen. Die Gene sind die aktiven codierten Fragmente des Genoms, d.h. dass sie von den Organellen der Zelle gelesen werden können, damit sie in die Lage versetzt werden, das herzustellen, was normalerweise für die Aufrechterhaltung der Existenz eines Wesens sowohl in seiner Struktur als auch in seinem Funktionieren notwendig ist. Neben diesen aktiven codierten Fragmenten gibt es inaktive codierte Fragmente, die die Zelle nicht lesen kann. 
Das menschliche Genom besteht aus einem doppelten DNA-Strang. Jeder dieser beiden Stränge enthält das Erbgut der beiden Eltern. Die beiden Stränge sind spiralförmig aufgerollt und durch komplementäre Basen miteinander verbunden. Diese Komplementarität ist festgelegt: Adenin und Thymin bilden ein festes Paar, genauso wie Guanin und Cytosin. Wenn sich die beiden Stränge trennen, dann erzeugt jeder Strang einen neuen, indem er den komplementären Strang, der an ihn gebunden ist, herstellt. Wenn sich die beiden DNA-Stränge also trennen, dann reproduziert jede Base die für sie komplementäre Base. Auf diese Weise verdoppeln sich die DNA-Stränge und die Zelle, die nunmehr zwei Doppelstränge enthält, kann sich nun zweiteilen, wobei jedes Teil einen Doppelstrang behält, d.h. dass jede neue Zelle das gesamte Erbgut ohne jeglichen Verlust enthält. 
Abgesehen vom Phänomen der Zellteilung ist das DNA-Molekül wie ein aufgerollter Faden, der den gesamten Zellkern ausfüllt. Es bildet das sog. Chromatin. Bei der Zellteilung bildet dieses Chromatin einzelne Chromosomen, die ein charakteristisches Aussehen haben: ein X mit zwei kurzen und zwei langen Armen, die an einem Punkt, dem sog. Centromer, zusammenhängen, wobei die Arme zu sog. Chromatiden werden. 
 
Die Enden dieser Arme bezeichnet man als Telomere. Sie sind Fragmente des DNA-Moleküls, deren repetitive, identische Basensequenz der Nukleotide, TTAGGG, keine genetische Information codiert, d.h., dass die Zelle beim Lesen dieser Information nichts produziert. Die Länge dieses Telomers verringert sich jedoch bei jeder Chromosomenteilung und sobald ein bestimmter Schwellenwert erreicht ist, kann sich das Chromosom nicht mehr weiter teilen und die gealterte Zelle stirbt. In den Stamm- und in den für die Reproduktion verantwortlichen Keimzellen verkürzen sich die Telomere nicht und folglich können sich diese Zellen unbegrenzt teilen. Die Telomere sind eine richtige biologische Uhr der Zelle und gleichzeitig stabilisieren sie die Chromosomen, indem sie sie daran hindern, miteinander zu verkleben und ihnen so ermöglichen, sich zu individualisieren und zwar in gleicher Anzahl und Form bei allen Individuen ein und derselben Art.  
Die Anzahl der Chromosomen ist jedoch je nach Art variabel. 
Die Art Mensch hat 46 Chromosomen und damit 23 Paare, wobei ein Paar den beiden Geschlechtschromosomen X und Y entspricht, XX bei der Frau und XY beim Mann. Die anderen Paare werden von 1 bis 22, vom längsten bis zum kürzesten durchgezählt. 
Seit einigen Jahren haben einige Wissenschaftler entdeckt, dass es neben dem Genom das Epigenom gibt und dass dieses viel wichtiger ist als das Genom. Das Epigenom ist nämlich dafür verantwortlich, dass Gene aktiviert oder stumm bleiben, indem sie das Auslesen der codierten Sequenzen der DNA ermöglichen oder nicht. Die Produktion dessen, was für die Aufrechterhaltung und das gute Funktionieren des Organismus notwendig ist, hängt also vom Epigenom ab. Deshalb spielt es eine große Rolle beim Auftreten bestimmter Krankheiten. 

 

4. / Das Epigenom 

Wenn das Genom das von Zelle zu Zelle übertragene Erbgut ist, dann ist das Epigenom (epigenetischer Zustand der Zelle) die Art und Weise, wie das Erbgut gelesen und interpretiert wird. Damit ergeben sich, je nachdem was gelesen und wie es verstanden wird, unterschiedliche Zellfunktionen. 
Um dies besser verstehen zu können, kann man sagen, dass das Erbgut wie eine Musikpartitur geschrieben ist. Diese Partitur bleibt leblos, wenn ein Orchester mit Musikern fehlt, d.h. Zellen, die sie mit ihren Instrumenten, die das Epigenom symbolisieren, interpretieren. Je nachdem welche Instrumente spielen, wird die Interpretation unterschiedlich ausfallen. So wie der Dirigent die Dynamik der Ausführung einer Symphonie beeinflusst, so bestimmen die epigenetischen Faktoren, also das Milieu, in dem die Partitur gespielt wird, die Interpretation der DNA im Innern einer jeden Zelle. 
Man kann noch ein weiteres Beispiel anführen: der Mensch ist eine Zelle inmitten anderer Zellen und die codierten Sequenzen der DNA bilden verschiedene Wörter:
  • einerseits Wörter, die eine bestimmte Form und Bedeutung haben, um im Alltag des 21. Jahrhunderts kommunizieren zu können. Diese Wörter entsprechen Informationen aktiver Gene, da der Mensch sie lesen und verstehen kann, um dann gemäß ihrer Bedeutung zu handeln;
  • andererseits Wörter, die zur Zeit der Sumerer, der Griechen usw. eine bestimmte Form und eine kommunikative Funktion hatten, die die heutigen Menschen jedoch nicht mehr kennen und die deshalb für sie von keinerlei praktischem Nutzen mehr sind. Diese Wörter, d.h. diese Gene, sind weiterhin im Erbgut vorhanden, da der Mensch sie jedoch weder verstehen noch interpretieren kann, darf er sie auch nicht lesen, da es sich um inaktive Gene handelt. Wenn jedoch im Laufe der Evolution der Stammlinie eines Menschen die Kenntnis dieser Wörter fortbesteht oder durch Stimuli aus seiner Vergangenheit reaktiviert wird, dann kann er diese Wörter auch interpretieren und wird nach ihrer Lektüre eine der Realität seines gegenwärtigen Augenblicks völlig unangemessene Reaktion zeigen. Darüber hinaus wird er bei den Menschen, die ihn umgeben und mit denen er kommuniziert, Unverständnis und Verwirrung hervorrufen. 
Wenn sich das auf dieselbe Art und Weise auf der zellulären Ebene eines Organs ereignet, dann werden diese Zellen etwas produzieren, was das spontane Funktionieren dieses Organs stört und damit auch das Funktionieren des Organismus als Ganzes, der ja im Hinblick auf die Realität dessen, was er im gegenwärtigen Augenblick sein muss, programmiert ist. 
Unter dem optischen Mikroskop kann man auf den Chromosomen verdichtete Gebiete erkennen, die aus Heterochromatin bestehen und aufgelockerte Gebiete, die aus Euchromatin bestehen. 
Euchromatin besteht aus einer aktiven DNA, d.h., dass ihre Codierung von Elementen der Zelle gelesen werden kann und dass es Proteine produzieren kann, die für Aufbau, Organisation und Funktionieren der Zellen und auch für die Beziehungen der Zellen untereinander notwendig sind.
Heterochromatin besteht aus einer hauptsächlich inaktiven DNA, wobei man 2 Typen unterscheiden kann: das konstitutive Hetereochromatin, das nie transkribiert wird und sich um das Centromer herum befindet, und das fakultative Heterochromatin, das sich manchmal exprimiert, was wiederum bedeutet, dass es gelesen werden kann und so die Zelle zur Produktion von Proteinen veranlassen kann. 
Die Schlussfolgerung aus unseren eigenen Arbeiten und experimentellen Beobachtungen an Tausenden von Individuen in einem Zeitraum von mehr als 30 Jahren legt die Vermutung nahe, dass die Expression dieses fakultativen Heterochromatins der Grund für einen Großteil der im Rahmen der Schulmedizin behandlungsresistenten Symptome, Krankheiten und Verhaltensweisen ist. Diese Störungen sind Gegenstand unseres Handelns und die von uns erzielten Ergebnisse bestätigen unsere neue Sichtweise der Ursachen von Krankheiten und Symptomen.  
 
Nach unserer Annahme darf sich dieses fakultative Heterochromatin niemals exprimieren. Es handelt sich dabei nämlich um ein instabiles Element der DNA, das sich dann exprimiert, wenn die zelluläre Umwelt modifiziert wird durch Stimuli, die nicht zur Welt des Menschlichen gehören, d.h. zur Welt des Menschen in Bezug auf seine Wirklichkeit an dem Platz, den er in der Evolution des Universums einnimmt. 
Diese Stimuli können exogen oder endogen sein:
  • exogen, wenn die Stimuli die Folge von Abhängigkeit von zahlreichen pflanzlichen Derivaten sind, die man zu den Drogen rechnet (Nikotin, Kokain, Haschisch …), oder die Folge der Verwendung von Mitteln z.B. aus der Homöopathie, die ihrerseits Derivate aus dem mineralischen, tierischen oder pflanzlichen Bereich darstellen, so wie sie in der Vergangenheit existiert haben, allerdings nur in der Form von Informationen, ohne die Substanz selbst zu enthalten, was sie wiederum von den anderen Medikamenten unterscheidet. Diese Informationen stimulieren dann sog. Pseudogene, die in den 70-iger Jahren entdeckt wurden und die Überbleibsel der Evolution des Universums darstellen, die man im Organismus des Menschen vorfindet, wobei diese Überbleibsel stumm bleiben müssen, da sie der gegenwärtigen Realität nicht angepasst sind.
  • endogen, wenn diese Stimuli im psychisch Mentalen des Individuums entstehen, und zwar dann, wenn dieses Mentale eine Kontrolle über die Zelle beansprucht. Viele Techniken bieten Kurse an, wie man die Atmung, den Herzrhythmus, die Reaktionen des neurovegetativen Systems usw. durch Übungen zur Entspannung, Konzentration, Meditation usw. kontrollieren kann. Das psychisch Mentale wird nun aber in utero zum Glück völlig umgangen, einem Wassermilieu also, in dem der Fötus sich entwickelt und in dem er nicht leben kann, wenn er sich dessen bewusst ist. Aus eben diesem Grunde sind dem Fötus seine ganze Entwicklung und die Gesetze seines Funktionierens außerhalb des Uterus gänzlich unbekannt. Das psychisch Mentale ist erst nach der Geburt des Fötus nützlich, um sich seiner Handlungen bewusst zu werden, um nicht jene zu wiederholen, die unnütz sind, um durch den Erwerb der Sprache mit seiner Umwelt zu interagieren und um seine familiäre, soziale und berufliche Existenz zu gestalten. Das psychisch Mentale ist lediglich ein Werkzeug der Zelle und man neigt leider allzu oft dazu, daraus einen Chef zu machen. Es ist an die Erinnerungen aus der Vergangenheit gebunden, da es sich nur dessen bewusst ist, was gelernt und behalten worden ist, und wenn es sich in die Zukunft zu projizieren scheint, dann projiziert es nur eine Transformation von Vorstellungen, die in der Vergangenheit erworben worden sind. Das erklärt, warum auch das psychisch Mentale Pseudogene stimulieren kann, wenn seine Macht das spontane zelluläre Funktionieren beherrscht. 
Die Wirkung dieser Stimuli, seien sie exogen oder endogen, mag zwar hinsichtlich der physischen, psychischen oder relationalen Symptome bestimmter Patienten wohltuend sein, sie modifiziert jedoch leider die Exprimierung dieses fakultativen Heterochromatins und führt so zu bedeutsamen und schwerwiegenden Störungen der Zellfunktionen, die durch die Mittel der Schulmedizin nur schwer zu kontrollieren sind, da sie außerhalb ihres Wirkungsspektrums liegen, ganz gleich ob es sich um die physische oder die metaphysische Seite  des menschlichen Wesens handelt. 
Man kann die Bedeutung der Epigenetik verstehen, wenn man analysiert, wie sich ein menschliches Wesen im Uterus einer schwangeren Frau entwickelt. Alle Zellen entstehen aus ein und derselben ersten Zelle, die aus der Verschmelzung des Spermiums und der Eizelle der Eltern hervorgeht. Bei jeder Teilung wird dasselbe Genom auf die Tochterzellen übertragen. Aber in dem Maße wie die Zellen sich entwickeln und die Zeit vergeht, so ändert sich auch ihre Umwelt und so wird ihr weiteres Schicksal durch die selektive Verwendung bestimmter Gene und die Abschaltung anderer Gene bestimmt. Dabei handelt es sich um dasselbe Phänomen, das wir eben beschrieben haben, als wir die codierten Sequenzen mit je nach Ort und Zeit unbekannten oder bekannten Wörtern verglichen haben. Jede neue Zelle ist wie ein neues Wesen in der Stammlinie. Am Anfang besitzt die erste Zelle die Gesamtheit der aktiven Gene, die für die Entwicklung und das Funktionieren in einer anderen, einer Luftwelt notwendig sind und die nur einer der beiden Halbzellen (dem Spermium) bei der Entstehung dieser ersten Zelle bekannt war. In dem Maße wie die Zeit vergeht und neue Zellen in einer neuen Umwelt entstehen, so verstummen auch bestimmte Gene und werden nicht mehr gelesen, obwohl ihre Präsenz bestehen bleibt. Wenn aus irgendeinem Grunde ihre Umwelt sich ändert, und wenn Stimuli aus dieser Umwelt sie wieder reaktivieren, dann werden sie wieder gelesen und sie produzieren dann etwas, was ihrer ursprünglichen Funktion und dem Milieu, in dem sie sich normalerweise befinden, nicht entspricht. So entstehen dann Pathologien, deren Ursache allein epigenetischer Natur ist. 
Was hier zur Körperzelle ausgeführt worden ist, gilt auch für andere Zellen, z.B. die Familie, die Gesellschaft und auch für viel größere Zellen bis hin zum Universum. Jeder von uns ist ein Element einer jeden dieser Zellen und ist deshalb Teil von ihnen. 
Die Wirkung der Umwelt bestimmt deshalb die Epigenetik, die dann übertragbare und reversible Modifikationen der Genexpression festlegt, ohne deren Struktur zu verändern. Die epigenetischen Phänomene stellen ein Programm dar, das darüber entscheidet, welche Gene aktiviert oder abgeschaltet werden. 
 

5.- Einige persönliche Überlegungen, wie man die Programmierung des Universums leichter befolgen kann. 

Nicht was man tut ist von Bedeutung, sondern das „Warum“ unseres Tuns oder unserer Wahl
Angesichts der Ereignisse und Veränderungen, die sich im Laufe unserer Existenz einstellen, sind wir gezwungen zu handeln und zu wählen. Die Wahl wird sich oft als schwierig herausstellen. Es reicht aber, wenn wir nicht im Hinblick darauf unsere Wahl treffen, ob wir dabei etwas gewinnen oder verlieren können, oder im Hinblick darauf, was uns jeden Tag im Alltag begleitet, was unsere Umwelt strukturiert, sondern im Hinblick auf die Wahrung unserer Freiheit. Wir müssen vor allem unsere Freiheit bewahren, die uns erlaubt, die Realität unseres gegenwärtigen Augenblicks zu leben und zwar in Verbindung mit der Arbeit, die wir hinsichtlich der Programmierung des Universums, das uns hervorgebracht hat, vollbringen müssen. 
 
Wir müssen Ereignissen, die uns widerfahren, aufmerksam Gehör schenken, nicht um die damit einhergehenden Probleme zu lösen, sondern um sie zu verstehen. Angesichts dieser Ereignisse dürfen wir uns nicht auf unser Wissen beschränken, sondern uns ganz im Gegenteil dem Unbekannten öffnen. Das ist der einzige Weg, um unseren eigenen Weg zu gehen, damit wir den Zweck unserer existentiellen Arbeit erfüllen. 
 
„Den Egozentrismus leben“
Warum? Einzig allein das zellulär Mentale kann den Egozentrismus leben. Er verkörpert die Realität des gegenwärtigen Augenblicks, den respektvollen Austausch zwischen zwei Elementen. Das psychisch Mentale kennt dagegen nur den Egoismus oder den Altruismus. 
 
Die Realität des gegenwärtigen Augenblicks leben“
Warum? Nur das zelluläre Mentale kann den gegenwärtigen Augenblick leben. Das psychisch Mentale dagegen funktioniert nur mittels des in Vergangenheit erworbenen Wissens oder der imaginären Projektionen in eine nur vorgestellte Zukunft. Es versucht, die Vergangenheit in eine Gegenwart zu verwandeln, was unmöglich ist, da alle aktuell relevanten Parameter sich von den in der Vergangenheit gültigen Parametern unterscheiden. 
 
„Die Realität im Hinblick auf das Universum leben“
Warum? Das Universum ist eine Realität, wohingegen unsere Umwelt imaginär ist, da man nicht weiß, wer sich in jedem von uns versteckt. Was denkt ein jeder von uns wirklich? Kann ein jeder von uns im Lauf der Jahre konstant bleiben? Das Universum existiert außerhalb der Zeit, also muss seine Realität, die wir leben können, außerhalb der Zeit sein, und wir müssen das akzeptieren, ohne sie nach unseren zeitlichen, oft momentanen, triebhaften  Wünschen verändern zu wollen. Aber man kann die Realität auch ändern, wenn sich die Möglichkeit dazu bietet. Bis es so weit ist, muss man jedoch eine neutrale Geduld an den Tag legen (z.B.: ein Tun fortführen, das man wird aufgeben müssen, da es nicht mehr unserem Ziel entspricht, oder mit jemandem weiterhin zusammenleben, von ihm abhängig zu sein, solange man nicht die Mittel hat, unabhängig zu werden und seinen Lebensunterhalt zu sichern). 
 
„Die Epigenetik zeigt, wie die Umwelt das Auslesen der Gene beeinflusst“ 
Der Umweltfaktor ist von besonderer Bedeutung. Wenn die Umwelt uns unbewusst so verändert, dass wir gleichsam als ihr Sklave handeln, dann schließt es uns in ein von ihr beherrschtes Universum ein und zwingt uns ihre Prioritäten auf. Wir können dann die Neutralität des Universums in all unseren existentiellen Handlungen nicht mehr respektieren und schließen uns aus der Programmierung aus, die das Universum für uns vorgesehen hatte. Da die Funktion die Struktur erzeugt, ermöglichen wir unserer Struktur nicht, sich weiter zu entwickeln, indem sie sich an unsere Programmierung anpasst. Beim Tod unseres physischen Teils kann dann jener metaphysische Teil, den uns das Universum anvertraut hat, nicht mehr freigesetzt werden. 
 
Nehmen wir ein Beispiel unter anderen. Nikotin verändert den epigenetischen Status, wenn Sucht vorliegt. Der Mensch ist ein Element des Universums, das seinen physischen Teil allmählich aufgebaut hat, indem es die physischen Elemente von allem, was ihm in den verschiedenen Entwicklungsstadien des Universums vorausgegangen ist, angepasst hat. Es handelt sich gleichsam um das Gesamterbe. So sind darin z.B. Elemente des mineralischen Stadiums enthalten. Als diese Elemente sich der physischen Struktur des Menschen angepasst haben, ist aus diesem mineralischen Bestandteil das Mesoderm des Menschen geworden, dem Gewebe, aus dem die Knochen, die Muskeln, die Arterien usw. bestehen. Wenn diese mineralischen Elemente jedoch nicht vollständig angepasst sind, dann bilden sie in diesen mesodermalen Strukturen Verkalkungen, mineralische Steine, atherome Ablagerungen usw., alles normale Funktionszustände von Mineralien, die in der Natur vorkommen, die jedoch nicht humanisiert, d.h. dem Menschen angepasst sind. Das Erbe des pflanzlichen Entwicklungsstadiums hat beim Menschen das Ektoderm ausgebildet, also das Nervensystem und v.a. die Fähigkeit, mit der Umwelt in Beziehung zu treten. Wenn diese pflanzlichen Elemente den menschlichen Funktionen nicht angepasst sind, dann hat der Mensch Schwierigkeiten auf der Beziehungsebene. Um nicht unter der Disharmonie zu leiden, die diese Dysfunktion erzeugt hat, sieht sich der Mensch gezwungen, sich durch pflanzliche Extrakte, also Drogen, zu stimulieren. Und in der Tat stammen alle natürlichen Drogen aus dem pflanzlichen Entwicklungsstadium. Und so entsteht auch die Nikotinabhängigkeit. Wenn eine Person z.B. Probleme mit der Beziehung zu sich selbst hat, dann raucht sie vor allem dann, wenn sie sich allein mit sich selbst konfrontiert sieht. Wenn sie Angst vor dem Unbekannten hat, also wenn z.B. das Telefon klingelt, dann wird sie eine Zigarette anzünden, bevor sie abhebt. Wenn sich die Angst vor einem neuen Tag morgens beim Aufstehen abzeichnet, dann wird die Person in diesem Augenblick das Bedürfnis verspüren, sich mit Nikotin zu behelfen. Man könnte noch viele Situationen aufführen, denen sich der Raucher stellen muss. Das eigentliche Problem ist dabei nicht das Nikotin, und es wäre nutzlos, ja gefährlich, den Rauchern oder den Drogenabhängigen Ersatzsubstanzen zu geben. Es genügt, die Harmonie zwischen dem physischen und dem metaphysischen Teil wiederherzustellen, damit das Bedürfnis nach Nikotin oder einer Droge verschwindet. Das ist umso wichtiger, als die Droge sich auf den metaphysischen Teil störend auswirkt, wobei sie versucht, Harmonie zwischen dem physischen und dem metaphysischen Teil herzustellen, dazu jedoch den gestörten physischen Teil als Referenz nimmt. Die so erzeugte Harmonie ist pathologisch, sie zerstört die Programmierung des Universums und den Aufbau des metaphysischen Teils, was schließlich zu einer Verkürzung des Lebens eines unnütz gewordenen physischen Teils z.B. durch eine Krebserkrankung führt. 
 
 

Dr. Claude Piro – Februar 2013

 

>>  HOMEPAGE   |   zurück

 


Kontakt

 Zentren der
RECAT VIDA
therapeutische Hilfe
Ausbildung

c/ del Carme, 6 ent.

08911 BADALONA (Barcelona)

Telefon:
 +34 93 464 48 01

Website: www.recatvida.com

Mailadresse: recat@recatvida.com


  DEUTSCHLAND 
(WEINHEIM / HEIDELBERG)

Informationen und Terminvereinbarungen unter
01763-1196180
 rein-lilia@web.de

oder

0151-14451852
resfo-hd@gmx.de